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KF 0313 Spotorno .pdf


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_Events / Spotorno

Grazie A Tutti!

Text und Fotos: Ralf Dietrich

Ein ganzes Jahr wird darauf
verwendet, um das lokale
Drachenfest vorzubereiten –
mit Sponsoren geredet,
Genehmigungen eingeholt,
Drachenflieger eingeladen
und ordentlich die Werbe­
trommel gerührt. Und dann,
wenn der große Tag des
Festes gekommen ist, ja dann
herrscht Flaute und es fängt
an zu regnen – der absolute
Super-GAU für jeden Drachen­
festveranstalter.

Italienische Leidenschaft für Drachen

So geschehen Mitte März im italienischen Spotorno. Wo in aller Welt liegt dieser Ort, hatte ich
mich gefragt, als die Einladung ins Haus flatterte.
Google Maps ist auch hier ein Freund und zeigt
deutlich, dass Spotorno in Ligurien liegt, also
oben im Norden Italiens. Nach ungefähr 50 Kilometern Fahrstrecke vom internationalen Flughafen
Genua aus erreicht man den kleinen Ort am Mittelmeer mit gerade einmal 4.000 Einwohnern. Es gab
kein langes Zögern, das Flugzeug zu besteigen, um
ein wenig Sonne und Wärme an der Riviera di
Ponente zu tanken. Doch weit gefehlt – die Flugzeugtür schwang auf und feuchtkaltes Klima
schlug mir entgegen. Die Erzählungen der Einheimischen, nach denen das Wetter bereits die ganze
Woche so mittelprächtig war, hoben die Stimmung
nicht wirklich. Aber was soll‘s – das Wetter ist
bekanntlich Teil unseres Hobbys und dann muss
eben das Beste daraus gemacht werden.

„Drachensportler“
Das Beste daraus gemacht haben in jedem Fall die
Mitglieder des veranstaltenden Vereins. „30 Kite
Club“ nennt sich dieser und umfasst 10 bis 12

Catman – von
Werner Bache
nachgebaut

aktive Mitglieder. Auf meine Frage hin, ob der
Name bedeuten würde, dass der Verein über 30
Drachen verfügt, lacht Giancarlo Gisotti, die gute
Seele des Drachenfestes. Nein, die Zahl 30 hätte
nichts mit der Anzahl ihrer Drachen zu tun. Und
dann geht eine Tirade über italienische Beamte
los, die mein heimischer Pizzabäcker nicht treffender hätte formulieren können. Nein, so Giancarlo,
wer auf deutsche Behörden schimpft, hätte den
italienischen Amtsschimmel noch nicht wiehern
gehört. In der Tat werden italienische Vereine mit
derart hohen Auflagen belegt, dass sich der hierfür
nötige Aufwand schlichtweg nicht lohnt. Da es
aber im Raum Genua noch keinen Drachenverein
gab, schloss man sich kurzerhand dem Genua
Sportverein von 1930 an – die Untergruppe 30 Kite
Club war geboren. Ebenso ungewöhnlich wie der
Name des Vereins sind die Mitglieder desselben.
Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen
lassen: Da stellen gerade einmal 10 Drachenbesessene ein Fest von internationalem Niveau auf die
Beine. Nicht etwa amateurhaft und mit Abstrichen
in der Organisation, nein, hier sind Vollprofis am
Werk. Eine Hand greift in die andere, der Ablauf
ist perfekt geplant, die Aktiven auf dem Drachenfeld am Strand werden nach besten Kräften unterstützt und den Zuschauern ein richtiges Spektakel
geboten. Wenn da nicht das Wetter wäre ..., und
das setzt sich am Festsamstag mit dem Bild fort,
das es bereits die ganze Woche über geboten hat.
Wolkenschleier verhängen die nahe Berge, die
Stadt zeigt sich in grauen Farbtönen und der
Strand wird von einem anhaltenden Landregen
aufgeweicht. Erst gegen Abend hört der Regen auf,
sodass am ersten Tag nicht an Drachenfliegen zu
denken ist. Wirklich nicht? Was machen 50 Drachenflieger, die den ganzen Tag zum Nichtstun
verdammt gewesen sind? Richtig, sie packen ihre
Drachen aus und deklarieren das Event kurzerhand
zum Nachtdrachenfliegen. Die Organisatoren steuerten noch ein paar chinesische Laternen bei, die

Der Sonntag entzückte mit
tollen Bedingungen und Sonne

Francis Paragon und sein
Frau
bereiten gemeinsam die Dra
che

n vor

schon bald über Ligurien hinwegzogen. Aus der
Schweiz kamen Fledermäuse mit Reflektorband
angeflattert und Werner Bache unterhielt mit seinen kultigen Plastikschlangen an der Angelrute.

Endlich
Der Sonntag zeigte sich an der ligurischen Mittelmeerküste von einer ganz anderen Seite: Sonne!
Und dazu auflandiger Wind direkt an den Strand!
Herz, was willst du mehr? Schnell waren die Drachen ausgepackt und in die Luft gesetzt. Doch nein,
da war eher der Wunsch Vater des Gedankens. Denn
der Veranstalter eröffnete den Tag erst einmal mit
der traditionellen Flaggenparade. Also Drachen wieder in die Tasche gelegt und Banner aufgebaut.
Jede einzelne Delegation wurde vom Sprecher angekündigt und von den Zuschauern herzlich begrüßt.
Dann aber war es endlich soweit – die Drachen durften in die Luft. Schnell war der Himmel mit farbenfrohen Punkten angefüllt. Breit ist der Strand von
Spotorno sicherlich nicht, aber dank des konstanten und gleichmäßigen Seewindes konnten die Drachen recht dicht beieinanderstehen und Kollisionen
blieben aus. Wunderschöne Kreationen waren zu
sehen, wie beispielsweise der Catman von Werner
Bache, der eher Lionman genannt werden sollte.
Ursprünglich von George Peters erdacht, baute Werner diesen wunderschönen Drachen in mühevoller
Arbeit und gleicher Größe nach.
Die Drachen von Robert Valkenburgh sind vielleicht
nicht so farbenfroh, haben es aber in sich. Oder
eher hinter sich? Auf jeden Fall fliegen sie schon
mal als Drachen, was wohl auch im Sinne der Natur
ist. Daneben können sie aber auch, einmal von der
Waage befreit, als ferngesteuerte Vector-Kites ge­­nutzt
werden. Robert brachte ein ganzes Sortiment von
dieser Drachengattung mit nach Spotorno, möchte
das Portfolio aber noch weiter ausbauen. Neben den
Vector-Kites zeigte er zudem seinen Windgarten,
der ebenfalls neue Figuren erhalten hatte.

Laubmotiven. Daneben zeigte das Drachenfliegerpaar aber auch, dass seine Kunst flugfähig ist. Ein
um das andere Mal wurden Deltas und Della Portas
in den nunmehr blauen Himmel gezogen. Besonders schön anzusehen war dabei ein Drachen, den
Gill extra für dieses Drachenfest angefertigt hatte:
einen Drachen-Drachen. Das Segel des Della Portas
ziert ein liebevoll appliziertes Drachen-Antlitz.

Feen und Elfen
Apropos Drachen – diese waren in diesem Jahr
recht zahlreich in Spotorno vorhanden. Ob Gills

Autor und stolzer Wettbewerbs­
sieger: Ralf Dietrich mit
Gewinnerdrachen

rucksstarker
Gill Blooms ausd
Drachen-Drachen

Der Ort auf einem Drachenfest, an dem sich Gill
und John Bloom befinden, lässt sich recht einfach
bestimmen: Einfach zu der Stelle gehen, an der die
farbenfrohesten Banner stehen. In Norditalien
sollten die beiden Engländer nicht enttäuschen,
war der Strand doch gepflastert mit BannerEnsembles bestehend aus Vogel-, Pinguin- und

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www.kite-and-friends.de

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_Events / Spotorno

Filigrane Kreation unter
dem Motto „Märchen
und magische Welten“
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Della Porta oder der neue, rote Drachen von W
­ erner
Bache: allenthalben wimmelte es von Fabeltieren
und anderen Fantasiegestalten. Zugegeben – so
ganz unschuldig daran war der Veranstalter nicht,
schließlich ist ein kreativer Wettbewerb für Drachenbauer fester Bestandteil des Festes, das in
diesem Jahr immerhin zum 14. Mal stattfand.
„Märchen und magische Welten“ war diesmal Jahr
das Thema, und so verwunderte es nicht, dass der
Strand ab und an einer Stelle aus Tausendundeiner
Nacht glich. Für den eigentlichen Wettbewerb wurde das Publikum einbezogen, das bestimmen konnte, welcher Drachen am besten zum Thema passte
und gefiel. Auf Platz 3 landete schließlich ein
alter Bekannter aus Deutschland. Michael Wengemayr wusste am Ende mit seiner Elfe zu überzeugen. Wobei der Preis eigentlich an Michaels Frau
Sabine zu gehen hat, denn sie war es, die den Drachen die ganze Zeit halten „durfte“. Platz 2 blieb
in Italien. Der Verein Volatuttokite trat mit einem
Della Porta an, der die Comic-Figur Garfield im
Gewand eines Zauberers zeigt. Platz 1 schließlich
ging in den Norden, nach Dänemark. Die drei Drachen des Autors zeigen ein Motiv aus dem Märchen

„Die Hirtin und der Schornsteinfeger“ des dänischen Märchenschreibers H. C. Andersen.
Und noch ein Wettbewerb wurde durchgeführt: Am
Sonntagabend fand ein Rokkaku-Kampf statt, dessen Erlös den Opfern des Tsunamis in Japan zugutekommen soll. Nach dem recht feuchten Einstand am
Samstag zeigte sich Spotorno am Sonntag von seiner schönen Seite und ein wundervolles Drachenfest
ging viel zu früh zu Ende. Großer Respekt gilt den
Mitgliedern von 30 Kite Club, die ein perfektes Drachenfest mit italienischem Charme und südländischer Gastfreundschaft auf die Beine zu stellen
wussten. Grazie a tutti für dieses wunderschöne
Wochenende an der Riviera di Ponente.
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